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Haaranalyse

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Wie wäre es mal mit einer Haaranalyse? Hin und wieder stößt jeder über den Begriff Haaranalyse. Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff der Haaranalyse? Unsere Haare sind reich an Informationen. Sie haben die Fähigkeit, bestimmte Stoffe über lange Zeit zu speichern, welche in einer Haaranalyse sichtbar werden. Ein Haar wächst ca. 1 cm im Monat. Während der Wachstumsphase produziert die Haarzwiebel ca. 0,25 bis 0,4 mm Haar pro Tag und gehört damit zu den stoffwechselaktivsten Geweben des Organismus. Die Zellen des Haares tauschen immerfort Nährstoffe mit ihrer Umgebung aus. Dadurch gelangen wichtige Elemente, aber auch Schwermetalle in die sich bildenden Haarzellen. Das kann per Haaranalyse sichtbar gemacht werden. Die Endkonzentration der Stoffe in den Haarzellen zeigt also deutlich den direkten Versorgungs- oder auch Belastungszustand des Gewebes in der Umgebung an. Da schon nach wenigen Tagen die neu entstanden Haarzellen absterben und sich nach oben schieben, wird der Stoffaustausch unterbrochen und die Konzentrationen bleiben in der Haaranalyse konserviert.

Diesen Vorgang haben sich die Medizin und die Chemie zunutze gemacht. In der Gerichtsmedizin ist eine Haaranalyse an der Tagesordnung. Drogensünden und Giftmorde wurden schon oft über eine spezielle Art der Haaranalyse. Auch die Versorgung mit Mineralstoffen und Spurenelementen oder eine Belastung durch Schwermetalle kann man durch solch eine Haaranalyse feststellen. Jedoch hat sich die Methode in der Schulmedizin nicht durchsetzen können. Wissenschaftler sind sich einig, dass es möglich ist, nach ganz bestimmten Stoffen die sich im Haar abgelagert haben zu suchen, dass eine generalisierte Suche per Haaranalyse jedoch schwierig ist. Die Befürworter der Haaralanalyse sehen jedoch einen Vorteil in dieser Methode gegenüber herkömmlichen Blut- und Urinuntersuchungen, die mehr an die Tagesform gebunden sind. Sie sind der Meinung, dass Haare mittels Haaranalyse den Zustand von mehreren Monaten anzeigen können.

Eine Haaranalyse kostet zwischen 80 und 120 Euro. Man braucht mindestens 250 Milligramm Haare, die wenigstens drei Zentimeter lang sein und direkt an verschiedenen Stellen am Hinterkopf abgeschnitten werden. Gefärbte oder dauergewellte Haare sind wegen ihrer Verfälschung durch die Chemie nicht für eine Haaranalyse geeignet.

Bei der Haaranalsyse werden im Labor werden die Haare gewaschen und aufgelöst und dann in ein Spezialgerät gegeben. Schon nach kurzer Zeit erhält man per Haaranalyse Ergebnisse über Mineralstoffe und Spurenelemente im Körper, 25 – 30 relevante Stoffe werden untersucht. Ein Bericht des Labors mit Empfehlungen zur Nahrungsergänzung und Ernährungsumstellung liegt der Haaranalyse bei. Wichtig ist, dass man sich genau über das Labor der Haaranalyse erkundigt, weil es auch auf diesem Gebiet keine allgemeingültigen Richtlinien gibt und sich so manches schwarzes Schaf dort tummelt und eine Haaranalyse anbietet.

Die Haaranalyse wird heute in sehr exklusiven Friseursalons oder bei einem speziellen Hautarzt vorgenommen um krankhafte oder negative Haarbilder zu analysieren. Die Haaranalyse kann Probleme in der Haarentwicklung und beim Haarwachstum aufdecken – und unter Umständen auch deren Ursachen, wie zum Beispiel Mangelernährung, schädliche Einflüsse wie Medikamente oder zu aggressive Stylingprodukte bzw. deren Inhaltsstoffe.

Vielleicht ist das Haar einfach auch von zu vielen Farb- oder Dauerwellenanwendungen ausgelaugt und geschädigt. Der Aufbau eines menschlichen Haars ist sehr interessant, und das Wissen darüber kann helfen, das jeweilige Haar entsprechend gut zu behandeln. Auch Medikamenten- oder Drogenmissbrauch kann durch die Haaranalyse festgestellt werden bzw. DNA-Tests vorgenommen, was natürlich für die Kriminalpolizei wichtiger ist als für die Haarpflege – die Möglichkeiten dieser Methode jedenfalls sind weitläufig und faszinierend. 

Das Einmaleins der Haare

Schädliche Einflüsse

Zu den täglichen schädlichen Einflüssen gehören hauptsächlich alle physischen Faktoren. Zu diesen zählen Kämmen, Bürsten, Haargummis, Haarspangen oder Lockenwickler. Besonders wenn die Haare ziemlich hartnäckig gekämmt oder gebürstet werden und fest am Haar gezogen wird, dehnen sich die Haarstränge und das Haar kann einreißen. Haarspangen und Lockenwickler wiederum können die einzelnen Haare durch das Umknicken oder ein Quetschen beschädigen. Es ist daher beim Benutzen von Haarspangen und vor allem Lockenwicklern darauf zu achten, dass die Haare nicht umgeknickt werden.

Auch Sonnenstrahlen oder Föhnhitze können das Haar zu stark Austrockenen und schädigen. Besonders die Kombination aus Föhnen und Lockenwickler ist hier gefährlich für's Haar! Meiden Sie starke Hitze und schützen Sie das Haar vor der Sonne - denken Sie dabei an Ihre Haut, wenn Sie an die Sonne gehen, wenn's der Haut zu viel wird, dann ist auch bei den Haaren ein Zeitpunkt angelangt, an dem man aus der Sonne gehen sollte! Eine Haarkur ist dann meistens die letzte Hilfe bei geschädigtem Haar, aber leider wirkt sie nur kurze Zeit, daher sind ständige Kuren fürs Haare ein Muß! Längeres Haar bedarf größerer Pflege als kurzes Haar, denn die Haarspitzen sind logischer weiße älter als bei kurzem Haar und auch weiter von der Kopfhaut entfernt, welche das Haar mit nachfettendem Talg versorgt. Der Talg ist die natürlichste Haarpflege der Welt, auch wenn er das Haar fettig und unschön macht!

 

Haartipps

Trocknen Sie Ihr Haar mit viel Vorsicht! Versichen Sie nicht Ihre Haare nach der Haarwäsche mit dem Handtuch trocken zu reiben, dadurch werden die Haare nur spröde und strapaziert. Vesuchen Sie das Haar behutsam im Handtuch auszuwringen oder wickeln Sie das Haar in das Handtuch ein.

Wollen Sie ein Haar mit mehr Volumen ohne eine lästige Dauerwelle? Dann veruschen Sie mal folgendes: Beim Föhnen der Haare beugen Sie den Kopf zur Seite und benutzen Sie beim Fönen der Haare eine Bürste! So heben Sie den Haaransatz und das Haar wird leicht gewellt.

Haarpflege mit Pfiff

Haare richtig fönen! Das Haar wird stets vom Haaransatz zu den Spitzen gefönt! Es ist wichtig, dass Sie einen Abstand von ca. 30 Zentimeter zwischen Fön und Haaren beachten. Am besten fönen Sie das Haar nur mit lauwarmer Fönluft. Besser und schonender fürs Haar ist das Lufttrocknen. Generell strapazieren Sie Ihr Haar mit folgendem: starker Sonneneinfluss, Chlorwasser beim Baden, plötzliche Diäten, schlechte Essgewohnheiten, nicht genügend Schlaf, heiße Fönluft, das Auftoupieren der Haare feingezinkten Kämmen.
Achten Sie darauf, dass das Haar in der kalten Jahreszeit aufgrund trockener Heizungsluft mehr Pflege benötigt. Machen Sie öfters Feutigkeitskruen für das Haar, welche nicht ausgespült werden.

Für feines Haar eigenen sich besonders Sprühlotionen, diese beschweren das Haar nicht unnötig pflegen aber trotzdem. Shampoos und Kuren auf Hafer- oder Weizenproteinbasis verleihen feinem Haar Halt und Stärke. Feinem Haar schaden Gel, Wachs oder Balm. Wenn Ihr Haar unter Spliss leidet, sollen Sie alle zwei Monate beim Friseur einen Spliss-Schnitt durchführen lassen. Haare mit Spliss benötigen die richtige Haarwäsche! Dafür dünnen Sie etwas Shampoo zu gleichen Teilen mit Wasser. Verteilen Sie diese Mischung nur am Haaransatz. Die Spitzen werden durch das abfließende Shampoowasser ausreichend gereinigt. Wenn Ihr Haar dazu neigt austrocknen und bereits von Spliss befallen ist, dann benutzen Sie Produkte mit Pflanzenölen.

Denken Sie daran hin und wieder ein anderes Shampoo zu benutzen, so lagern sie keine Wirkstoffe an. Two-in-One-Produkte nur bei Zeitmangel benutzen! Weniger ist mehr! Waschen und Pflegen Sie Ihr Haar nicht übermäßig! Die Rückstände von Haarpflegeprodukten erschweren es neuen Pflegestoffen, ins Haar zu gelangen. Um solche Ablagerungen zu entfernen benutzen Sie am besten ein Peelingshampoo.

Haare wachsen lassen

Wenn die Haare mal kurz sind, ist es nicht leicht an Länge dazu zu gewinnen. Denn alle 6 Wochen heißt es ab zum Friseur. Dort müssen die Spitzen nachgeschnitten werden. Aber wenn Sie die Haare wachsen lassen möchten, können Sie dem Friseur Anweisung geben so wenig wie möglich abzuschneiden. Denn in 6 Wochen wächst das Haar ca. 2 bis 1,5 cm. Wenn Sie gesundes Haar haben, dann kann auch mal nur 1 cm an Haar abgeschnitten werden. 

Ein beschleunigendes Haarwuchsmittel gibt es leider nicht, denn die Schnelligkeit des Wachsens ist in unseren Genen nun mal festgelegt. Aber auf diese Weise können Sie in 6 Monaten 3 cm Haarlänge dazugewinnen und das ist doch nicht schlecht. Natürlich hängt es von Ihrem Haar ab. Je gesünder es ist, desto weniger Länge muß weg und die Haare werden schneller lang. Scheuen Sie aber dennoch keinen Friseurbesuch, denn wenn Sie Ihr Haar gar nicht schneiden lassen, dann wird es ziemlich stark strapaziert und Sie müssen im Nachhinein mehr abschneiden lassen als Ihnen lieb ist. 

Die Kopfhaut

Fettiges Haar, welches dadurch begründet ist, dass die Talgdrüsen in der Kopfhaut zu viel Talg produzieren wird auch Seborrhoe bezeichnet. Viele Menschen leiden unter dieser Krankheit. Betroffene haben oft mit Haarausfall zu kämpfen. Man unterscheidet zwei Arten von Seborrhoe. Zum einen gibt es die Seborrhoe oleosa dabei wird sofort nach dem Haarewaschen so viel Fett produziert, dass das Haar noch am gleichen Tag vor Talg glänzt. Es ist sehr lästig und macht den Betroffenen wegen der unbefriedigenden Optik sehr zu schaffen. Je öfter die Haare gewaschen werden, deste schneller wirken die Haare fettig, da die Talgdrüsen stäker arbeiten um das Haar nachzufetten. Es ist wie ein Teufelskreis. 

Die zweite Art von Seborrhoe ist die Seborhoe sicca. Dabei wird das von den Talgdrüsen ausgestoßene Fett nach dem Austreten auf die Hautoberfläche zu festen Schüppchen. Diese Schuppen sind relativ großflächig und lassen sich ziwschen den Fingern problemlos so zerdrücken, dass sie zerfallen. Die Haarspitzen werden dabei nicht vom Fett eingeckt und bleiben trocken, so dass das Haar nahezu austrocknet. Oft findet man auf der Kopfhaut Entzündungen und von Bakterien befallene Stellen, die sich auf den Talgschuppen bestens entwickeln. Eine sinnvolle und gezielte Pflege ist bei diesem Kopfhautproblem von großer Wichtigkeit! Waschen Sie Ihr Haar dabei nicht zu oft, um die Kopfhaut zu überreizen. 

Schuppen sind die Folge von der Unterproduktion an Talg in der Kopfhaut. Diese Schuppen sind relativ klein und fest, lassen sich nicht mit den Finger verreiben. Auch das Haar wirkt ausgetrocknet und spröde. In diesem Fall sind Haarkuren für die Kopfhaut und das Haar sehr wichtig. Es ist jedoch erforderlich die Schuppen von der Seborhoe sicca bei dem Pflegeprogramm richtig zu unterscheiden. Denn schließlich muß bei normalen Schuppen und trockener Kopfhaut versucht werden die Talgdrüsen zur zusätzlichen Talgproduktion anzuregen. 

Die Dauerwelle

Bei einer Dauerwelle wird tief in die Fasersicht eingegriffen. Dabei werden die einzelnen Haarverbindungen komplett aufgebrochen. Beim Fixieren der Haare werden die Haarverbindungen wieder verbunden. Tatsache ist jedoch, dass nicht alle gelösten Verbindungen zwischen der Haarfasern verbunden werden können. Und das ist das eigentliche Problem, denn ein Teil der Haarfasern hängt praktisch in der Luft. Eine besondere Funktion übernimmt der Haartalg. Er schützt bei einer Dauerwellbehandlung vor den schädlichen Eingriffen. Tragen Sie daher die Dauerwelllotion auf ungewaschenes Haar auf.

Übrigens werden die Haare immer mehr geschädigt, je öfter eine Dauerwellbehandlung vorgenommen wird. Denn es werden immer weniger Haarverbindungen wieder zusammengesetzt und das Haar verliert an Elastizität und Kämmbarkeit. Dauerwellen unterscheiden sich in Schaumwellen, Sauerwelle und Thermoformwelle.