Sie befinden sich hier: Startseite > Haartönung > Haartönung

Welche Frau möchte nicht mal ihre Haare anders aussehen lassen? Um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen, ist es nicht nötig, sich die Haare abschneiden oder färben zu lassen. Denn schon eine einfache Haartönung verändert den eigenen Typ und ist im Prinzip nicht schwer anzuwenden. Zudem lässt sich eine leichte Tönung auch wieder rückgängig machen. Bei der Tönung wird zwischen  zwei Arten unterschieden. Zum einen gibt es die einfache, milde Behandlung des Haares mit einer auswaschbaren Haartönung. Mit dieser Tönung kann man den Ton der Haare um einige Nuancen verändern, jedoch nicht aufhellen. Zu beachten bleibt, dass die neue Haarfarbe bei der Tönung nicht heller sein darf als die Naturfarbe. Bei einer Haartönung wird das Haar von außen mit Farbstoffen verbunden, bei der Tönung bleiben die Farbpigmente des Haares dabei unverändert.

Man könnte sagen, dass sich die Haartönung um das Haar  legt und es nicht verändert. Die gewöhnliche Haartönung wäscht sich meistens nach ca. 6 bis 8 Haarwäschen wieder heraus. Eine leichte Tönung kann graue Haare nicht abdecken. Eine Intensiv-Tönung hingegen wirkt anders. Der Begriff Intensiv-Tönung kann ein etwas irreführen, denn bei diesem Tönungsvorgang kommt schon Chemie ins Spiel. Anders wie bei einer einfachen Tönung, müssen bei der Intensiv-Tönung die Komponenten vermischt werden. Aber auch bei der Intensiv-Tönung werden die natürlichen Farbpigmente nicht verändert. Dennoch dringt die Intensiv Tönung etwas tiefer ins Haar ein als die einfache Tönung, das bewirkt der Einsatz von einem ganz geringen Anteil an Wasserstoffperoxid. Durch das Wasserstoffperoxid hält die Intensiv-Tönung jedoch länger als eine einfache Tönung. Der Vorteil zur Farbe ist jedoch, dass die intensive Tönung nicht heraus wächst, sondern nach und nach verblasst. Die Intensiv-Tönung hält im Normalfall bis zu 20 Haarwäschen und ist auch zur Abdeckung grauer Haare geeignet, wenn diese nur 10 % aller Haare ausmachen. Man soll die herkömmlichen Tönungen (auswaschbar!) nicht mit den sogenannten Intensivtönungen (semi-permanent!) verwechseln, welche eigentlich zu den Colorationen gehören und im Gegensatz zu den normalen Tönungen die Haarstruktur durchaus angreifen können. Dennoch kann man mittels einer Haartönung das Aussehen verändern und einen ganz neuen Typ aus sich machen.

Der chemische Prozess des Haarefärbens oder Tönens

Auch das chemische Färben und Tönen ist für das Haar eine Belastung! Besonders wenn die Haare länger sind, und die Haarspitzen mehrmals überfärbt wurden fangen die Haar an komplett auszutrocknen. Die geringste Schädigung übt das Tönen auf die Haare aus. Dabei verklebt sich die Tönung an der äußeren Schicht der Haare mit dem Haar.

Die Tönung liegt praktisch wie ein Mantel um das Haar. Nach einem einmaligen Vorgang werden Sie kaum eine Schädigung des Haare erkennen können. Da es jedoch keine chemische Tönung ohne Wasserstoffperoxid gibt schädigt das wiederholte Tönen auf jedem Fall Ihrem Haar, da es das Haar zu sehr austrocknet. Sie sehen, dass selbst eine einmalige Tönung Ihr Haar schon etwas aufhellen kann. Gerade beim Tönen sollten Sie daher auf natürliche Pflanzenfarben achten, wenn es möglich ist. Denn diese schützen Ihr Haar und vermeiden schädliche Spätfolgen. 

Den größten Eingriff auf Ihr Haar üben Sie vor allem durch das Blondieren aus. Denken Sie an den Aufbau der Haare. Wir haben die Schuppenschicht und dann kommt die Faserschicht, in der die Farbpigmente sitzen. Nun wird beim Blondieren die gesund anliegende Schuppenschicht so stark vom Haar weggespreizt (alkalische Reaktion), damit das Blondiermittel in die Faserschicht eindringen kann um dort die Farbpigmente zu zerstören. Sie können Sich vorstellen, dass das ein enormer Eingriff auf das Haar ist?!

Auch Kuren können diesen Schaden nicht mehr beseitigen, denn nun wurde ja jedes einzelne Haar aufs Größte geschädigt. Die Schuppen können nicht mehr so glatt und gesund an der Faserschicht anliegen wie vor der Behandlung. Sie legen sich zwar wieder um die Faserschicht herum, jedoch nicht mehr in 100 iger Perfektion. Die Schuppenschicht wird etwas löchriger und schließlich wird das Haar porös und trocknet aus. Wichtig ist nach jedem Blondieren des Haares eine Haarkur, die im saueren Bereich liegt. Essigspülungen oder Spülungen mit Zitrone sind sehr wichtig für Ihr Haar, damit sich die Haarschuppen weitgehenst anlegen können.

Das Haarefärben läuft ähnlich von statten wie beim Blondieren der Haare. Wieder wird die Schuppenschicht gelockert (alkalische Reaktion), so die Schuppen vom Haar abstehen. Das ist erforderlich, damit die neue Haarfarbe in das Haar eindringen kann. Die neuen Farbpigmente verbinden sich dann in der Faserschicht mit den eigenen Haarpigmenten zu der neuen Haarfarbe. Auch hier ist nach dem Haarefärben eine saure Haarkur wichtig, damit sich die Schuppenschicht wieder zusammen ziehen kann.

Weitere Kategorien zum Thema


Tönungsextrakt selber machen

Wenn Sie Ihr Haar nicht mittels Pflanzenpulver färben, dann können Sie sich auch ein Farbextrakt bereiten.Generell gibt es spezielle Pflanzenarten, aus denen kein Farbpulver bereitet werden kann. Diese Pflanzen muss man generell in einer Flüssigkeit einlegen um die Farbe aus den Pflanzen zu extrahieren.

Zu diesen Pflanzen zählen Walnusschalen, Krappwurzel und Heidelbeere. Bereiten Sie daraus einen Tee. Seihen Sie die Pflanzen ab und filtern Sie zum Schluß den Tee. Mit dem Tee sollten Sie Ihre Haare gut durchspülen und die Farbe am besten eintrocknen lassen.

Anleitung zum Haare entfärben

Das Entfärben der Haare ist immer nur bedingt möglich! Es hängt vor allem davon ab, wie intensiv Ihr Haar mit Pflanzenhaarfarben behandelt wurde. Als Faustregel gilt je intensiver die Tönung desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Haar komplett entfärben lässt. Es verbleibt also immer eine Restfarbe im Haar.

Dieses Vorgehen eignet sich nur für Haare, welche mit Pflanzenfarben gefärbt wurden. Geben Sie in das Haar soviel Öl, wie es nur aufnehmen kann. Geben Sie in eine Haarkur einen guten Schuß Zitronensaft und tragen Sie die Kur auf. Lassen Sie diese mindestens 20 Minuten einziehen und waschen Sie die Kur anschließend aus. Dieser Prozess kann 2 bis 3 Mal wiederholt werden, bis das Haar die gewünschte Haarfarbe erreicht hat. Das Haar wird durch das Öl geschützt.

Haarpflege für gefärbtes Haar

Im weiteren Abschnitt wird noch detailierter auf die einzelnen Farbeinwirkungen auf das Haar eingegangen. Es gibt eigentlich nur bedingt die Möglichkeit das Haar mit Pflanzen zu färben in einigen Fällen kann jedoch eine intensive Tönung der Haare erreicht werden. Hier einige Tipps zur pflanzlichen Haartönung:

Eine färbende Haarpflege für blodnes Haar ist Kamillentee oder Wasser, welchem ein paar Spritzer Zitronensaft beigefügt werden. Diese Mischung läßt Blondes Haar aufblühen.Bei braunen und roten Haaren spült man die Haare im letzten Waschgan mit etwas Kaffe nach.

selbst gemachte Zwiebeltönung

Wer den Geruch nicht scheut, kann auch zur Zwiebel greifen. Die Zwiebel ist eine typische Pflanze zur Haarpflege. Sie können sich daher auch ein Zwiebelhaarwasser bereiten.

Dafür nehmen Sie eine geschälte, feingehackte Zwiebel, welche einen Monat lang mit 1/8 Liter hochprozentigem Alkohol angesetzt wird. Nach deinem Monat seihen Sie die Zwiebelreste ab und füllen den Sud in eine Flasche. Reiben Sie täglich Ihre Kopfhaut damit ein! Auch zur haarpflegenden Tönung können Sie Zwiebeln verwenden. Sie eignet sich für braunes oder dunkelblondes Haar. Dafür nehmen Sie 50 g Zwiebelschalen und übergießen diese mit 1/2 Tasse kaltem Wasser. Kochen Sie diese Mischung 5 Minuten lang.

Sie müssen öfters am Tag die Haare mit dem Zwiebelwasser einmassieren solange bis sie die gewünschte Tönung erreicht haben. Graues Haar kann ebenfalls auf diese Art getönt werden.

Was gibt es beim Haarefärben zu beachten?

Es gibt generelle Regeln zum Färben und Tönen der Haare. Zum einen muss man genau darauf achten, ob das Haar gefärbt oder getönt wird. Zum anderen ist es maßgebend ob ein Haar aufgehellt wird oder die Farbe verdunkelt/intensiviert wird.

Merken Sie sich:
Wenn die Haare aufgehellt werden, so wird Farbe/Substanz dem Haar entzogen. D.h. die Haare werden strapaziert. Wenn die Haare dunkler gemacht werden, so wird Farbe/Substanz dem Haar zugefügt. Daher ist das auf jeden Fall besser für das Haar.

Zu beachten gilt:
Das Färben ist schonender als auswaschbare Tönungen. Es spielt keine Rolle ob natürlich oder chemisch, weil mit der "gefärbten" Farbe auch "haareigene" Farbpigmente und Haarsubstanzen ausgewaschen werden. Dadurch wird das Haar müde und unelastisch.