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graues Haar

Eigentlich gibt es keine grauen Haare! Warum, werden Sie sich wohl fragen. Da, sich in jedem Büschel grauer Haare sich noch etliche farbige, voll pigmentierte Haare sowie farblose d.h. pigmentlose Haare befinden. Das graue Erscheinungsbild der Haare entsteht durch eine optische Täuschung aus farbigen mit farblosen Haaren. Aber weshalb ergrauen Haare eigentlich überhaupt?

Canities lautet der medizinische Fachausdruck für graue Haare. Körpereigene Aminosäuren wie Tyrosin und Cystein Melanozyten werden mit durch die oxidierenden Enzymen in Farbpigmente umgewandelt. Solche Pigmente werden auch Melanine genannt. Eumelanin findet man in braunem und schwarzem Haar, Phaeomelanin ist in rotem und blondem Haar vorzufinden. Früher oder später lässt die Aktivität der Melanozyten nach dann produzieren sie weniger Farbpigmente. Dieser Mangel führt dazu, dass in der Keratinschicht der Haare keine Farbpigmente mehr einlagern werden. Daraus ergibt sich als Folge, dass das Haar farblos aus der Wurzel herauswächst. Und es bilden sich unbeliebte graue Haare.

Graue Haare können mehrere Ursachen haben, meistens spielen das Alter und die genetische Veranlagung aber die Hauptrolle bei der Entstehung der grauen Haare. Weitere Einflussfaktoren auf   die Aktivität der Melanozyten sowie die Bildung der grauen Haare spielen hormonelle Störungen zum Beispiel der Schilddrüse, Medikamente, Vitamin B Mangel, Kosmetika oder bestimmte Erkrankungen. Lebenskrisen und Stresssituationen können ebenso graue Haare begünstigen, aber nicht wie allgemein angenommen, eine Graufärbung über Nacht bewirken. Schleichend vollzieht sich dieser Prozess des Grauwerdens. Am häufigsten wachsen graue Haare zuerst an den Schläfen, da dort die Haare schneller absterben und durch neue ersetzt werden. Dann dehnen sich die grauen Haare auf die Kopfhaare aus und zum Schluss auf den Bart und die Augenbrauen. Nach und nach ergrauen dann alle Haare des Körpers.

Was kann man nun gegen graue Haare bewirken? Medizinisch  gesehen kann man kaum etwas tun, es sei denn die grauen Haare hängen mit einer Erkrankung zusammen. Des weiteren bleibt das Färben mit einer haltbaren Coloration für graue Haare als einzige dauerhafte Lösung. Dunkle Haare können auch durch eine spezielle Wirkstoffkombinationen mit der Melanin-Vorstufe in die eigene Haarfarbe wieder zurück gebildet werden. Bei diesem Vorgang spricht man von renaturieren.

Graue Haare sind heute nicht mehr ein Tabu-Thema wie früher. Denn mehr und mehr Menschen stehen zu ihrem grauen Haar. Graue Haare können durch einen gutern Haarschnitt in einen durchaus gepflegten Zustand gebracht werden, welcher zudem Natürlichkeit, Selbstbewusstsein und Stärke vermittelt. Gut zu wissen ist, dass graue Haare eine spezielle Pflege benötigen, da die Oberfläche der nicht pigmentierten Haare stärker verhornt und daher trocken und glanzlos erscheint. In den Drogerien werden viele Produkte zur Pflege von grauem Haar angeboten.

 

Das Überfärben bzw. Abdecken von grauen Haaren muss nicht immer auf chemischer Basis stattfinden. Folgende Rezepturen ermöglichen es Ihnen mit natürlichen Wirkstoffen ein ebenso effizientes Ergebnis zu erreichen. Bei allen aufgeführten Rezepturen ist im Vorfeld abzuklären, ob eine eventuelle Allergie gegen die zu verwendenden Zutaten besteht.

Teespülung für graues Haar

So können Sie eine spezielle Teespülung für Ihre grauen Haare zubereiten. Denn bedenken Sie ergrautes Haar ist im Haarinneren völlig frei von Farbpigmenten. D.h. es ist innen komplett hohl und bedarf daher einer intensiveren Pflege als farbiges, pigmentiertes Haar.

Für eine Spülung benötigen Sie: 1 Tasse Kamillentee, 1 Tasse Orangenblütentee

Bereiten Sie je einen Tee aus Kamille und Orangenblüten. Lassen Sie die Tees abkühlen und spülen Sie die Haare nach der Haarwäsche damit durch. Die Spülungen werden nicht mehr ausgewaschen. Nach dieser Spülung werden die Haare schön glänzend!

Graue Haare tönen

Es gibt verschiedene Rezepturen, welche minimal von einander abweichen. Bei dieser Rezeptur wird die Lösung durch die Beigabe des Glycerin haltbar gemacht. Sie können das Mittel demnach mehrfach verwenden. Für eine haarpflegende Haartönung bei grauen Haaren.

Nehmen Sie 1/2 Tasse Salbei, welches Sie in mit 1 Tasse kochenden Wasser übergießen. Lassen Sie diesen Sud ein paar Minuten ziehen und filtern Sie die Blätter wieder ab. Geben Sie dem Salbeitee etwas Wasser hinzu, so das Sie eine Tasse Tee erhalten.Danach fügen Sie 1 Tasse Bayrum und 15 g Glycerin hinzu. Geben Sie davon stets abends etwas ins Haar bis Sie die gewollte Haartönung erreicht haben.

Tönung für graues Haar

Graues Haar neigt dazu zu vergilben. Als Gegenmaßnahme können Sie Silber oder Blaupigmente in das Haar einbinden. Am besten führen Sie das in Form einer Haarkur durch. Es gibt auch Haarfestiger oder Tönungen mit Silberpigmenten, die sich dafür eignen.

Wenn Sie in Ihren grauen Haaren einen gelben Schleier vermeiden möchten, dann nehmen Sie Salbeitee, welches sich in der Haarkosmtik bewährt hat. Salbei verleiht dem Haar einen blauen Schimmer und einen besonderen Glanz. Dafür bereiten Sie sich einen Tee aus 1/2 Tasse Salbeiblätter und 1 Tasse kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee ein paar Stunden ziehen und filtern die Blätter anschließend ab. Nach der gewöhnlichen Haarwäsche spülen Sie Ihr Haar mit dem Salbeitee. 

Graues Haar vermeiden

Es ist nicht einfach den Verlauf der Natur zu beinflussen. Das Ergrauen der Haare kann natürlich unterschiedliche Einflüsse haben. Zum einen ist das Ergrauen genetisch bedingt. Zum anderen können aber auch Stressfaktoren das frühzeitige Ergrauen der Haare beeinflussen. 

Durch die Einnahmen des Schüssler Salzes Silicea können Sie jedoch das Ergrauen der Haare langfristig hinauszögern. Um das Ergrauen der Haare hinauszuzögern können Sie das Haar mit regelmäßig mit verdünntem Apfelessig einmassieren.

Nehmen Sie für die Spülung 1/3 Essig und 2/3 warmes Wasser. Spülen Sie die Haare anschließend nicht aus. Die natürliche Haarfarbe kann so längere Zeit im Haar konserviert werden.

Alternativ können Sie auch beim Waschen der Haare dem letzten Spülwasser einen Spritzer Essig beifügen. Zusätzlich wird das Haar weich und glänzend.

Graues Haar mit Henna färben

Henna ist wohl der bekannteste Wirkstoff um Haare auf natürlicher Basis zu färben. Der Vorteil des Hennapulvers ist, dass es das Haar bei der Anwendung gleichzeitig kräftigt und nicht angreift. Mit Henna ist es möglich eine schöne, satte Farbgebung zu erreichen. Für eine Rotfärbung wird entsprechendes Hennapulver mit kochendem Wasser übergossen, zu einer cremigen Masse verrührt und anschließend nach einer kurzen Abkühlphase mit Pflanzenöl und Eigelb vermischt. Danach mit einem Pinsel einfach auf die feuchten Haare auftragen und einwirken lassen.

Für diese Henna-Färbung braucht man:
1 Tasse Hennapulver (rot)
1 EL Pflanzenöl
Wasser
1 Eigelb

Die Menge der Zutaten sind ungefähre Basiswerte für schulterlange Haare und sind an die eigene Haarlänge anzupassen.

Graues Haar mit Rhabarberwurzelpulver färben

Mit Rhabarberwurzeln ist es möglich blonde Haare um ein bis zwei Nuancen aufzuhellen. Der Vorteil bei grauen Haaren ist hier, dass ein natürliches Honig-, bis Goldblond erzielt werden kann. Die Aufhellung, die für Haare immer strapaziöser ist als eine Abdunklung, erfolgt mit der Rhabarberwurzel sehr viel schonender. Für die Färbung wird die Rhabarberwurzel sehr fein zermahlen und anschließend mit Zitronensaft und Pflanzenöl ordentlich vermengt. Zum Schluss Wasser hinzufügen, bis der Farbbrei etwas glatter wird, gegebenenfalls diese Paste ruhig etwas ziehen lassen und dann, wenn nötig, wieder mit Wasser anreichern bis sich eine gut streichbare Masse gebildet hat. Diese wird dann mit einem Pinsel auf die feuchten Haare aufgetragen. Die Einwirkzeit ist hier relativ kurz.

Für diese Färbung der grauen Haare braucht man:
2-3 EL Rhabarberwurzelpulver
Etwas Zitronensaft
Etwas Pflanzenöl
Wasser

Die Menge richtet sich nach der Haarlänge, die o.g. Werte sind für mittellanges Haar ausgelegt.

Graues Haar mit Walnüssen färben

Eine Färbung mit Wallnussschalen ist für jeden Haartyp möglich. Das ist auch gleichzeitig der unschlagbare Vorteil dieser Methode. Dunklere Haare werden satter im Farbton und helle Haare bekommen einen intensiveren, gesunden Goldton.
Die Wallnussschalen werden sehr fein zermahlen und dann mit Essig und Öl vermengt, danach mit kochendem Wasser übergossen und verrührt. Auch hier ist das Ziel eine gute, streichbare Paste zu erzeugen. Dieses Gemisch muss dann ca. 10 – 15 Minuten ziehen und evtl. noch mal mit Wasser angereichert werden. Der fertige Farbbrei wird mit einem Pinsel auf das handtuchtrockene Haar aufgetragen. Die Einwirkzeit beträgt mindestens 20 Minuten.

Für diese Färbung benötigt man:
2-3 ELWallnussschalenpulver
Etwas Obstessig
Etwas Pflanzenöl
Wasser

Die Mengenangaben sind je nach Haarlänge anzupassen, die hier genannte Menge bezieht sich auf etwa schulterlanges Haar.

Graues Haar mit Henna schwarz färben

Für das Erzielen eines satten, seidigen Schwarztons, ist wieder das Hennapulver gefragt. Mit schwarzem Hennapulver ist es möglich die Haare wirklich tiefschwarz zu färben. Das Hennapulver wird mit Vollmilch verrührt und unter Zugabe von Rosenwasser und Eigelb zu einem streichbaren Farbbrei vermengt. Diese Paste ruhig etwas ziehen lassen und dann evtl. noch einmal mit Wasser aufgießen, falls die Masse zu trocken erscheint. Die Färbung mit einem Pinsel auf das handtuchtrockene Haar auftragen und einwirken lassen. Hier kann eine recht lange Einwirkzeit einberechnet werden.

Für diese Färbung werden folgende Zutaten benötigt:
1 Packung Hennapulver (schwarz)
40-50 ml Vollmilch
Etwas Rosenwasser
1 Eigelb

Die Menge ist ja nach Haarlänge individuell anzugleichen.